palatia Classic
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Premiere an historischer Stätte

Leo Krämer leitet erstes „ Palatia Classic"-Konzert in Dreifaltigkeitskirche Speyer mit Mendelssohn-Programm

DIE RHEINPFALZ, den 08. September 2009

„Wiederbegegnung an historischer Stätte": Unter diesem Motto stand das erste Speyerer Konzert des neuen Festivals „ Palatia Classic" am Sonntagabend in der Dreifaltigkeitskirche. Unter der Leitung des früheren Domkapellmeisters Leo Krämer erinnerte das Programm an Felix Mendelssohn Bartholdys Aufenthalt in Speyer. Der groß angelegte, musikalisch vielgestaltige Abend wurde ein voller Erfolg.

Drei der vier von Krämer gegründeten „ Palatia Classic"-Ensembles waren in der Dreifaltigkeitskirche zu erleben, dazu einige Solisten und als musikalisches Bonbon das Leipziger Mendelssohn-Streichquartett. Viel Mendelssohn also, aber auch andere Komponisten, Bach und andere Meister der Barockmusik, waren zu hören. Es war ein vielgestaltiges, vielleicht auch etwas überladenes, inklusive Pause dreieinhalb Stunden langes Programm. Die Zuhörer kamen wohl auf ihre Kosten, musikalisch blieben da keine Wünsche offen.

Auf seiner Hochzeitsreise im April 1837 komponierte Mendelssohn in Speyer seine drei Orgelpräludien opus 37. Natürlich hatte Leo Krämer sie im Programm und demonstrierte, was für ein exzellenter Organist er immer noch ist: So zeigte er ihren Kunstreichtum auf, brachte sie aber auch griffig zur Wirksamkeit.

Mit Krämer am Cembalo spielte das Palatia-Barockensemble prägnant artikuliert ein Quartett mit Blockflöte, zwei Violinen und Continuo von Alessandro Scarlatti und die Triosonate C-Dur für zwei Geigen und Generalbass von Johann Sebastian Bach. Das aus Mitgliedern des Speyerer Domchores und des Saarländischen Bachchores gebildete Vokalensemble sang machtvoll, eindrücklich und stimmlich sicher die Ouvertüre aus Monteverdis Marienvesper und Mendelssohns 47. Psalm. Mit vollem, sattem Klang spielte das Brass-Ensemble den Priestermarsch aus Mendelssohns „Athalia" sowie das Andante und den Choral aus seiner „Reformationssinfonie".

Begeisterung entfachte die Sopranistin Stefanie Dasch: Immer kontrolliert und dabei durchschlagskräftig sang sie Händels „Let the Bright Seraphin" aus dem Oratorium „Samson" und eine Kantate von Telemann - hier bestens unterstützt vom Barockensemble mit der Blockflötistin Ingrid Paul als Solistin. Als virtuose Hexenmeisterin auf der Bachtrompete präsentierte sich Laura Vucobratovic im zweiten Trompetenkonzert von Michael Haydn.

Großartig der Auftritt der musikalischen Ehrengäste: Das Leipziger Mendelssohn-Quartett mit Sebastian Ude und Gunnar Harms (beide Violine), Larissa Petersen (Viola) und Susanne Raßbach (Cello) spielte natürlich Mendelssohn - das Streichquartett e-moll op. 44, Nr. 2 sowie das Adagio und Finale aus dem Es-Dur Quartett op. 44, Nr 3. Das war wunderbar weich und warm im Klang, voller romantischer Emphase, eine beglückende Wiedergabe.

von Uwe Engel

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.208
Datum: Dienstag, den 08. September 2009
Seite: Nr.24

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